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Aus der Grundausbildung

IMG 9465Samstag, der 18.3. 2017, Planckstraße: 27 angehende Feuerwehrmänner, beziehungsweise Frauen löschen einen brennenden PKW und retten die eingeschlossenen Insassen. Mit diesem Übungsszenario endet die Truppmannausbildung 2017.

Rückblick: Am 24.1. beginnt die Grundausbildung. Beim ersten Betreten des Ausbildungsraums stelle ich fest: Ich bin nicht der einzige Oldtimer. Außer mir sind noch fünf weitere Spätberufene um Mitte 30 im Saal. Die Teilnehmer kommen aus fast allen Teilorten Vaihingens, außerdem aus Sersheim, Eberdingen, Oberriexingen und Korntal. Es sind überwiegend junge Männer zwischen 17 und 25. Die berufliche Herkunft ist vielfältig; Zimmerleute, Bäcker, Metaller, Ingenieure, Studenten, Schüler und Lehrer. Eigentlich ging ich davon aus, dass die meisten angehenden Feuerwehrleute mit 18 in den aktiven Dienst treten und davor schon in der Jugendfeuerwehr waren. Nach der Vorstellungsrunde wird klar, dass Quereinsteiger gar nicht so selten sind.

Dienstags und donnerstags geht es von da an abends in die Wache: Theorie und etwa genau so oft Praxisunterricht. Wir werden in Löschgruppen eingeteilt, diese Gruppen bleiben während der ganzen Grundausbildung bestehen. Am Anfang werden allen gemeinsam die rechtlichen Grundlagen der Feuerwehr vermittelt. Danach lernen wir in der Theorie, wie zum Beispiel ein Löschangriff funktioniert.

Dienstag abend, irgendwann zwischen acht und zehn Uhr. Wir, sieben angehende Truppmänner, sitzen in der Mannschaftskabine des Enzweihinger Löschgruppenfahrzeugs und rüsten uns während der Fahrt mit Leinenbeutel, Taschenlampen und Funkgeräten aus, während unsere Ausbilder Thomas und Julian auf den vorderen Sitzen die Wendeplatte beim Lidl-Supermarkt ansteuern. Zum zweiten Mal an diesem Abend soll die Gruppe einen Löschangriff üben. Die Sitzordnung im Fahrzeug legt schon fest, wer welche Aufgaben übernimmt. Details klären wir noch innerhalb unserer Trupps, die aus jeweils zwei Mann bestehen. Als das Fahrzeug hält, kommt von vorne der Einsatzbefehl, der immer nach demselben Schema aufgebaut ist und dann vom Angriffstruppführer wiederholt wird. Ein paar Minuten später steht die Wasserversorgung des Fahrzeugs und aus allen drei C-Strahlrohren schießt Wasser in hohem Bogen in ein Gebüsch. Julian lässt uns diesmal die Leistung der Kreiselpumpe an den Strahlrohren spüren: Über 10 bar sorgen dafür, dass selbst die "kleinen" C-Strahlrohre ordentlich nach hinten drücken. Die Übung endet mit einem kurzen Feedback: Wir sind schneller geworden – nicht nur gegenüber unseren chaotischen Übungen am ersten Ausbildungssamstag. Es gibt aber noch einiges an Verbesserungspotential: Die Verkehrsabsicherung kann präsenter werden, die Schläuche sollen nicht übereinander liegen...

An jedem Samstag steht ein neuer Schwerpunkt im Mittelpunkt. Wir lernen, wie man mit hydraulischen Rettungsgerät Menschen aus Unfallautos befreit. Wie wir Löschwasser aus dem offenen Gewässer pumpen. Und wir bekommen eine Ausbildung in erster Hilfe.

Bei der Abschlussübung geht dann auch alles glatt. Und die Teilnehmer der Grundausbildung gehören jetzt zu den Einsatzabteilungen, die auch zu den verschiedensten Einsätzen alarmiert werden.

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